Sie befinden sich hier

Inhalt

Eutrophierung

Sauerstofffreie Bereiche am Meeresboden, gekennzeichnet durch die weiße Bakterienmatte und die schwarzen Pflanzenreste © Wolf Wichmann

Die konzentrierte Haltung vieler Tiere auf engstem Raum produziert Abwasser mit hoher Nährstoffkonzentration. Ursächlich sind Futtermittelreste sowie die Ausscheidungen der Tiere. So wird nur ein Drittel des Stickstoffgehalts des Futters vom Fisch aufgenommen und in Körpermasse umgewandelt. Der restliche Stickstoff gelangt in das umliegende Wasser und über die Flüsse in unsere Meere. Auch landseitig gelegene Anlagen und Teiche belasten also die Ozeane mit ihrer Nährstofffracht (siehe Eutrophierung).

Der Ansatz, neue Aquakultur-Anlagen immer weiter aufs offene Meer zu legen, beispielsweise gekoppelt an Offshore-Windanlagen, verlagert nur das Problem. Die Verdriftung von Exkrementen und Partikeln durch starke Strömungen verringert nur die erstickenden Ablagerungen unter den Käfigen. Sie reduziert die Nährstoffmenge insgesamt jedoch nicht, sondern verteilt sie nur. Gerade für sensible und ohnehin bereits stark belastete Ökosysteme wie die Ostsee ist dies keine Lösung.

Kontextspalte