Sie befinden sich hier

Inhalt

Marine Natura-2000-Gebiete in der Fehmarn-Belt-Region

Der Fehmarn-Belt besitzt als ökologisches Bindeglied zwischen Beltsee und Mecklenburger Bucht eine für die gesamte Ostsee wichtige Vernetzungsfunktion: Rund 70 % des Wasseraustausches zwischen Nord- und Ostsee erfolgen durch diese bis zu 35 m tiefe, von West nach Ost verlaufende Rinne. Aber auch als Teillebensraum und Wanderroute für Schweinswale, Seehunde, Fische sowie für die Nachkommenschaft vieler wirbelloser Tierarten und mariner Algen ist die Meerenge bedeutsam. Die Vogelfluglinie über dem Fehmarn-Belt gilt als eine der wichtigsten Flugrouten des Vogelzuges der westlichen Nordhalbkugel. Die Fehmarn-Belt-Region ist außerdem eines von zwei Gebieten mit Megarippel-Feldern in der deutschen Ostsee, die das Ergebnis starker Strömungen sind. Der gesamte Wasserkörper unterliegt großen Schwankungen im Salzgehalt. Deutschland und Dänemark haben aufgrund dieser natürlichen Besonderheiten verschiedene Natura-2000-Gebiete in der Fehmarn-Belt-Region ausgewiesen.

Fehmarnbelt

Gebietstyp: FFH-Gebiet
Gebietsnummer: DE-1332-301 und DK-251
Größe: 27.992 ha
Marine Lebensraumtypen: Überspülte Sandbänke, Riffe
Marine Arten: Schweinswal, Seehund, verschiedene Wasservogel-Arten

Das Gebiet „Fehmarnbelt“ umfasst die deutsche Ausschließliche Wirtschaftszone nördlich der Insel Fehmarn mit der Fehmarnbelt-Rinne. Es weist für die Ostsee repräsentative Riffe mit Makroalgen und Miesmuschel-Bänken sowie Sandbänke auf. Außerdem hat in der Region die westliche Ostsee-Population des Schweinswals ihren Verbreitungsschwerpunkt.

Küstenlandschaft Bottsand-Marzkamp und vorgelagerte Flachgründe

Gebietstyp: FFH-Gebiet
Gebietsnummer: DE-1528-391
Größe: 5483 ha
Marine Lebensraumtypen: Vegetationsfreies Schlick-, Sand- und Mischwatt, Flache große Meeresarme und -buchten, Riffe
Marine Arten: Schweinswal

Das FFH-Gebiet liegt zwischen der Mündung der Hagener Au und Marzkamp und schließt neben verschiedenen Küstenlebensräumen die vorgelagerten Flachgründe der Ostsee mit ein. Es stellt einen charakteristischen Abschnitt der Ostseeküste mit vielfältigen Meeres- und Landlebensräumen dar, die eine große Bedeutung für rastende Meeresenten und brütende Seevögel haben.

Östliche Kieler Bucht

Gebietstyp: Vogelschutz-Gebiet
Gebietsnummer: DE-1530-491
Größe: 74.690 ha
Vogelarten: verschiedene Wasser- und Zugvogel-Arten

Die östliche Kieler Bucht ist eine flache Meeresbucht mit angrenzenden Strandwällen, Lagunen und Strandseen zwischen der Kieler Förde und der Nordküste der Insel Fehmarn. Sie ist ein international bedeutsames Rast- und Überwinterungsgebiet für mehrere Wasservogelarten wie Meeresenten, die hier im Flachwasser günstige Nahrungsbedingungen vorfinden. Außerdem ist sie ein wichtiges Brutgebiet für Strand- und Küstenvögel im Bereich der westlichen Ostsee und der Beltsee.

Staberhuk

Gebietstyp: FFH-Gebiet
Gebietsnummer: DE-1533-301
Größe: 1657 ha
Marine Lebensraumtypen: Riffe
Marine Arten: Schweinswal

Im FFH-Gebiet „Staberhuk“ liegen die bedeutendsten Steilküsten und Flachwasserbereiche an der Südostküste Fehmarns. Das Gebiet ist Bestandteil eines international bedeutenden Rastgebiets für Meeresenten.

Meeresgebiet der östlichen Kieler Bucht

Gebietstyp: FFH-Gebiet
Gebietsnummer: DE-1631-392
Größe: 61.830 ha
Marine Lebensraumtypen: Überspülte Sandbänke, Vegetationsfreies Schlick-, Sand- und Mischwatt, Flache große Meeresarme und -buchten, Riffe
Marine Arten: Schweinswal

Der Ostteil der Kieler Bucht umfasst die Hohwachter Bucht, den Westteil des Fehmarnsundes, die Orther Bucht, den Flügger Sand und Fehmarn-Schorre sowie den Westteil des Fehmarnbelts. Das Meeresgebiet ist der größte zusammenhängende Flachwasserbereich der westlichen Ostsee und beheimatet Schweinswale. Außerdem liegen hier die größten Ostsee-Riffe von Schleswig-Holstein: ursprüngliche, artenreiche, strömungsexponierte Steinriffe, die sich bis in die Ausschließliche Wirtschaftszone erstrecken.

Küstenlandschaft vor Großenbrode und vorgelagerte Meeresbereiche

Gebietstyp: FFH-Gebiet
Gebietsnummer: DE-1632-392
Größe: 1739 ha
Marine Lebensraumtypen: Flache große Meeresarme und -buchten, Riffe
Marine Arten: Schweinswal

Die Küstenlandschaft vor Großenbrode mit den vorgelagerten Meeresbereichen stellt einen charakteristischen Ausschnitt eines Ostseeküsten-Lebensraums dar. Vielfältige, in weiten Teilen naturnahe Küstenlebensräume beherbergen u. a. bedeutende Steinriffe und das nördlichste Vorkommen des Sumpfschneiderieds in Schleswig-Holstein.

Ostsee östlich Wagrien

Gebietstyp: Vogelschutz-Gebiet
Gebietsnummer: DE-1633-491
Größe: 39.421 ha
Vogelarten: verschiedene Wasser- und Zugvogel-Arten

Das Gebiet umfasst hauptsächlich die Flachwassergebiete an der Südost- und Südküste Fehmarns, aber auch einige angrenzende Binnenseen. Die Ostsee östlich Wagrien ist Verbreitungsschwerpunkt der hier rastenden und überwinternden Meeresenten. Das Meeresgebiet hat internationale Bedeutung als Rastgebiet für Reiher-, Berg-, Eider-, Eis- und Trauerente. Besonders in den Flachwasserbereichen einschließlich des Großenbroder Binnenhafens rasten und überwintern zehntausende Meeres- und Tauchenten und weitere Wasservögel wie Singschwan und Zwergsäger.

Sagas-Bank

Gebietstyp: FFH-Gebiet
Gebietsnummer: DE-1733-301
Größe: 3238 ha
Marine Lebensraumtypen: Überspülte Sandbänke, Riffe
Marine Arten: Schweinswal

Dieser große Flachgrund hat mehrere Erhebungen, die bis auf 8 m unter den Meeresspiegel aufragen, und zeichnet sich durch Restsedimente aus Geröll und Blöcken, Sand und Kies aus. Der Meeresboden weist ausgedehnte, ungestörte Seegraswiesen, Muschel- und Sandbänke sowie Rotalgenbestände auf, die u. a. auch für die Überwinterung der im Gebiet vorkommenden Meeresenten von großer Bedeutung sind.

Walkyriengrund

Gebietstyp: FFH-Gebiet
Gebietsnummer: DE-1832-322
Größe: 2224 ha
Marine Lebensraumtypen: Überspülte Sandbänke, Riffe

Das küstenferne FFH-Gebiet „Walkyriengrund“ weist drei Kuppen auf, die sich bis etwa 7 m Wassertiefe aus den über 20 m tiefen Schlickgebieten der zentralen Lübecker Bucht erheben. Einmalig im Gebiet der Mecklenburger Bucht sind weiterhin die algen- und tangreichen Riffe aus Blöcken und Geröll über ausgedehnten Sandbänken mit Steinfeldern und Muschelschill.

Ostseeküste am Brodtener Ufer

Gebietstyp: FFH- und Vogelschutz-Gebiet
Gebietsnummer: DE-1931-301
Größe: 2084 ha
Marine Lebensraumtypen: Riffe
Vogelarten: mehrere Zugvogelarten

Die Ostseeküste am Brodtener Ufer ist ein Abbruchufer der inneren Lübecker Bucht in der Nähe der Travemündung. Bei dieser bis zu 20 m hohen und 4 km langen Steilküste handelt es sich in weiten Teilen um ein aktives Kliff. Am Steilufer befindet sich mit ca. 2600 Brutröhren eine der größten Uferschwalben-Kolonien Europas. Vor dem Sand- und Kiesstrand im Flachwasserbereich liegt eine breite Abrasionsfläche aus Restsediment und Geröll.

Centrale Storebælt og Vresen

Gebietstyp: FFH- und Vogelschutz-Gebiet
Gebietsnummer: DK-116
Größe: 62.311 ha
Marine Lebensraumtypen: Riffe
Marine Arten: Schweinswal, Eiderente, Seeschwalben

Das Meeresschutzgebiet „Centrale Storebælt og Vresen“ besteht aus den ehemaligen Schutzgebieten „Sprogø og Halsskov Rev“ und „Vresen“, seit 2012 aber auch aus einem neuen Bereich entlang der Großen-Belt-Brücke, der eigens zum Schutz des Schweinswals ausgewiesen wurde. Im Flachwasserbereich kommen große Gebiete mit Felsen, Steinriffen und Muschelbänken vor.

Ølsemagle Strand og Staunings Ø

Gebietstyp: FFH-Gebiet
Gebietsnummer: DK-147
Größe: 538 ha
Marine Lebensraumtypen: Vegetationsfreies Schlick-, Sand und Mischwatt, Lagunen des Küstenraumes (Strandseen), Flache große Meeresarme und -buchten

Das Gebiet, das sich von Jersie Strand im Norden bis Ølby Lyng im Süden erstreckt, zeichnet sich durch einen Küstenstreifen mit großen Salzwiesen, flache Inseln sowie einen Strandsee aus. Die charakteristischen Sandbänke mit Dünen und die Vegetation des Gebiets sind relativ jung. Ølsemagle Revle und Staunings Ø sind durch Ablagerungen im letzten Jahrhundert entstanden: erst als flaches Riff, dann als erhobene Sandbank. Die flache Lagune ist Lebensraum für viele Pflanzen- und Tierarten und wichtig für rastende Zugvögel.

Havet og kysten mellem Hundested og Rørvig

Gebietstyp: FFH- und Vogelschutz-Gebiet
Gebietsnummer: DK-153
Größe: 4023 ha
Marine Lebensraumtypen: Überspülte Sandbänke, Lagunen des Küstenraumes (Strandseen), Flache große Meeresarme und -buchten
Vogelarten: verschiedene Meeresenten

Das Meeres- und Küstengebiet zwischen Hundested und Rørvig ist eiszeitlich geprägt und wird von steilen, fossilen Klippen zwischen der Rørvig- und der Halsnæs-Halbinsel umgeben. Das Küstenvorland bei Rørvig wird von Sanddünen, Strandseen und Buchten dominiert. In diesen Flachwassergebieten mit großen Seegras- und Muschelflächen versammeln sich in kalten Wintern große Schwärme von Eider- und Tauchenten.

Sejerø Bugt, Saltbæk Vig, Bjergene, Diesebjerg og Bollinge Bakke

Gebietstyp: FFH- und Vogelschutz-Gebiet
Gebietsnummer: DK-154
Größe: 44.500 ha
Marine Lebensraumtypen: Überspülte Sandbänke, Lagunen des Küstenraumes (Strandseen), Flache große Meeresarme und -buchten
Vogelarten: verschiedene Wasser- und Zugvogel-Arten

Das Natura-2000-Gebiet zeichnet sich durch eine 63 km lange Küstenlinie aus. Rund 90 % der Gebietsfläche sind von Wasser bedeckt. Die Landschaft wird vor allem durch küstenmorphologische Strukturen wie Lagunen, Dünen, überwachsene Steilküsten und Randmoränen dominiert. Im Gebiet sind bereits viele Naturschutzmaßnahmen umgesetzt worden.

Udby Vig

Gebietstyp: FFH-Gebiet
Gebietsnummer: DK-155
Größe: 384 ha
Marine Lebensraumtypen: Flache große Meeresarme und -buchten

Fast das gesamte Gebiet steht seit 1998 unter Naturschutz. Ein Teil von ihm liegt tief in einer Senke mit Salzeinfluss, worauf sich Salzwiesen gebildet haben. Das gesamte Schutzgebiet hat vor allem wegen seiner botanischen Artenvielfalt und seiner landschaftlichen Vielfalt eine große Bedeutung.

Skælskør Fjord og havet og kysten mellem Agersø og Glænø

Gebietstyp: FFH- und Vogelschutz-Gebiet
Gebietsnummer: DK-162
Größe: 18.500 ha
Marine Lebensraumtypen: Lagunen des Küstenraumes (Strandseen), Flache große Meeresarme und -buchten
Vogelarten: verschiedene Wasser- und Zugvogel-Arten

Das Gebiet liegt in der südwestlichen Ecke von Seeland und erstreckt sich von Kobæk Strand bei Skælskør bis nach Klinteby Klint östlich von Bisserup. Das Gebiet umfasst auch Agersø und Omø und beinhaltet eine große Meeresfläche. Die Küstenlinie hat sehr charakteristische Lagunen und Buchten mit größeren Sandablagerungen.

Hov Vig

Gebietstyp: Vogelschutz-Gebiet
Gebietsnummer: DK-164
Größe: 240 ha
Vogelarten: Schell- und Löffelente

Das Gebiet liegt an der Grenze zum Isefjord und besteht aus eingedeichten, fast süßen Flachwasserlagunen und einem kleinen Bereich außerhalb des Staudamms am Isefjord. Das offene Wasser ist auf der Ostseite von Schilf, Wiesen und gemischtem Gestrüpp und auf der Westseite von Nadelwäldern umgeben. Der größte Teil der Fläche ist geschützt und als Reservat ausgewiesen, in dem zum Schutz der Vögel ein Verkehrsverbot gilt.

Røsnæs, Røsnæs Rev og Kalundborg Fjord

Gebietstyp: FFH-Gebiet
Gebietsnummer: DK-166
Größe: 5664 ha
Marine Lebensraumtypen: Flache große Meeresarme und -buchten, Riffe
Marine Arten: Seehund

Die Røsnæs-Halbinsel ist einer der trockensten und sonnenreichsten Orte in Dänemark und beherbergt wärmeliebende Arten. Sie ist ein Hügel aus Lehm, Sand, Kies und Felsen – Material, das während der letzten Eiszeit zusammengeschoben wurde und den östlichsten Teil einer solchen Moräne bildet. Die Beweidung der mageren Böden und steilen Hänge hat zum Erhalt einer artenreichen Grünlandvegetation beigetragen. Große Teile des Landareals sind geschützt.

Havet og kysten mellem Præstø Fjord og Grønsund

Gebietstyp: FFH- und Vogelschutz-Gebiet
Gebietsnummer: DK-168
Größe: 32.972 ha
Marine Lebensraumtypen: Überspülte Sandbänke, Vegetationsfreies Schlick-, Sand- und Mischwatt, Lagunen des Küstenraumes (Strandseen), Flache große Meeresarme und -buchten, Riffe
Marine Arten: Seehund, verschiedene Wasser- und Zugvogel-Arten

Das Natura-2000-Gebiet umfasst das Meer und die Küste zwischen dem südöstlichen Seeland, Møn und Falster. Der marine Teil des Gebietes besteht aus flachen Buchten, Fjorden und Sunden mit Weichböden und verstreuten Steinen. Die Strömungsverhältnisse variieren und tragen zur Ausbildung einer abwechslungsreichen Küstenlandschaft bei. An einigen Stellen haben Wasser und Wind auch Landschaften mit Riffen, Kieselstränden, Dünen, Salzwiesen und Wattflächen geschaffen.

Havet og kysten mellem Karrebæk Fjord og Knudshoved Odde

Gebietstyp: FFH- und Vogelschutz-Gebiet
Gebietsnummer: DK-169
Größe: 18.871 ha
Marine Lebensraumtypen: Überspülte Sandbänke, Vegetationsfreies Schlick-, Sand- und Mischwatt, Lagunen des Küstenraumes (Strandseen), Flache große Meeresarme und -buchten, Riffe
Marine Arten: Seehund, verschiedene Wasser- und Zugvogel-Arten

Das Gebiet umfasst einen Teil der sogenannten Doppelküste vom südwestlichen Seeland. Das Gebiet wird vom flachen Avnø Fjord sowie von mehreren Lagunen wie Dybsø Fjord und Karrebæk Fjord charakterisiert. Der Avnø Fjord ist durch eine längliche Randmoräne vom Småland-Fahrwasser abgeschirmt. Die größten Lagunen liegen geschützt hinter Inseln mit Strandwällen. Diese doppelte Küste unterliegt zum einen starker Erosion entlang der Außenküste , wird zum anderen aber auch auf der Innenseite vor der Strömung geschützt und bildet hier Strandwallsysteme, Feuchtgebiete und Salzwiesen aus.

Kirkegrund

Gebietstyp: FFH-Gebiet
Gebietsnummer: DK-170
Größe: 1761 ha
Marine Lebensraumtypen: Riffe

Kirkegrund liegt mitten im tiefen Teil vom Småland-Fahrwasser und ist die äußerste Erhebung, die sich von der Landzunge Knudshoved Odde aus erstreckt. Das Gebiet besteht überwiegend aus einem Riff, das deutlich über den flachen Meeresboden aufragt.

Klinteskoven og Klinteskov kalkgrund

Gebietstyp: FFH- und Vogelschutz-Gebiet
Gebietsnummer: DK-171
Größe: 2994 ha
Marine Lebensraumtypen: Überspülte Sandbänke, Riffe
Vogelarten: mehrere Zugvogel-Arten

Das Natura-2000-Gebiet ist durch Riffe in der Ostsee, die steilen Kreidefelsen an der Küste, ein großes Waldgebiet, aber auch durch einige offene Wäldchen charakterisiert. Die Kreideformationen, die die Klippen von Møn und die Landschaft dahinter schufen, wurden während der Eiszeit von unterirdischem Kalkstein gebildet und dann zu einer Reihe von Kreidefelsen und Grate gefaltet. In den Zwischenschichten der Kreide befinden sich Ablagerungen von Geschiebemergel sowie Gletschersand und Kies.

Smålandsfarvandet nord for Lolland, Guldborg Sund, Bøtø Nor og Hyllekrog-Rødsand

Gebietstyp: FFH- und Vogelschutz-Gebiet
Gebietsnummer: DK-173
Größe: 79.069 ha
Marine Lebensraumtypen: Überspülte Sandbänke, Vegetationsfreies Schlick-, Sand- und Mischwatt, Lagunen des Küstenraumes (Strandseen), Flache große Meeresarme und -buchten, Riffe
Marine Arten: Seehund, Kegelrobbe, mehrere Wasser- und Zugvogel-Arten

Der größte Teil dieses großflächigen Natura-2000-Gebietes ist vom Meer bedeckt. Es hat eine lange, flache und eingebuchtete Küstenlinie und umfasst einen Teil des Småland-Fahrwassers nördlich von Lolland und Falster mit den größten Inseln Fejø og Femø. Die Ostsee ist hier ganz allgemein von Sandböden mit verstreuten Felsen gekennzeichnet, die Meeresgebiete sind ansonsten aber sehr unterschiedlich. Im Gebiet gibt es sieben Wildreservate für Vögel und eine Seehund-Aufzuchtstation sowie Jagd- und Verkehrseinschränkungen.

Nakskov Fjord og Inderfjord

Gebietstyp: FFH- und Vogelschutz-Gebiet
Gebietsnummer: DK-179
Größe: 8526 ha
Marine Lebensraumtypen: Überspülte Sandbänke, Vegetationsfreies Schlick-, Sand- und Mischwatt, Lagunen des Küstenraumes (Strandseen), Flache große Meeresarme und -buchten, Riffe
Marine Arten: Seehund, Kegelrobbe, mehrere Wasser- und Zugvogel-Arten

Der Nakskov Fjord ist generell sehr flach und zeichnet sich durch eine unterschiedliche Beschaffenheit des Meeresbodens aus, die von Riffen zu Sandbänken reicht. Der Fjord wird von mehreren tiefen Fahrrinnen gekreuzt. Im äußersten Bereich des Fjords gibt es eine große flache Lagune, Søndernor. Weiterhin gibt es zehn Inseln und Inselchen im Fjord, von denen die größte Enehøje ist. Der langgestreckte Ellenbogen samt den teilweise eingedeichten Gebieten entlang der Südküste ist als Landfläche eingeschlossen.

Broen

Gebietstyp: FFH-Gebiet
Gebietsnummer: DK-199
Größe: 588 ha
Marine Lebensraumtypen: Riffe

Das FFH-Gebiet wurde aufgrund des Lebensraumtyps „Riffe“ ausgewiesen. Es liegt etwa 5 km nordöstlich von Langelands Nordspitze im Großen Belt. Es besteht aus einem flachen Abschnitt mit etwa 9–11 m Wassertiefe, in dem Steine rund 20–50 % des Meeresbodens bedecken. Von hier aus setzt sich das Riff bis in eine Wassertiefe von 17 m fort, wo es in Sandboden übergeht.

Stevns Rev

Gebietstyp: FFH-Gebiet
Gebietsnummer: DK-206
Größe: 4640 ha
Marine Lebensraumtypen: Überspülte Sandbänke, Riffe

Stevns Rev liegt vor der Ostküste von Stevns auf Seeland. Das Riff ist stark den Strömungen und Wellen ausgesetzt. Der Meeresboden fällt von der Küste aus schnell auf einige Meter Tiefe ab und geht dann stetig auf rund 20 m Tiefe zu. Die Böden bestehen überwiegend aus Kreide, Steinplatten und Steinen in Größen von 2 bis 50 cm. Echte Sandböden sind nur vereinzelt in der Gegend anzutreffen. Im Flachwasser dominieren Grünalgen wie Ulva, im tieferen Wasser sind Rotalgen und Miesmuscheln vertreten. An einigen Stellen wachsen dichte Seegraswiesen.

Bøchers Grund

Gebietstyp: FFH-Gebiet
Gebietsnummer: DK-208
Größe: 1098 ha
Marine Lebensraumtypen: Riffe

Das Natura-2000-Gebiet liegt küstennah in der Hjelm Bugt südlich von Møn und erstreckt sich von der Küstenlinie bis in eine Wassertiefe von 13 bis 14 m. Der Meeresboden fällt gleichmäßig ab, unterbrochen von einigen Bänken. Das Gebiet ist gekennzeichnet von Sandböden mit großen und kleinen Steinen, die etwas ungleichmäßig über den Boden verteilt liegen. Der Riff-Lebensraum macht fast die gesamte Fläche des Schutzgebietes aus.

Ebbeløkke Rev

Gebietstyp: FFH-Gebiet
Gebietsnummer: DK-243
Größe: 140 ha
Marine Lebensraumtypen: Riffe

Ebbeløkke Rev ist ein Steinriff in einer Tiefe von 6 bis 13 m, das an der Nordseite von Sjællands Odde in Richtung Kattegat liegt. Der Bewuchs des Meeresbodens wird durch verschiedene Rotalgen wie Meerampfer sowie zerstreute Vorkommen von Fingertang und im tieferen Wasser auch Zuckertang dominiert. Auch typische Tierarten der Riffe des Kattegats kommen hier vor wie Schwimmgrundel, Klippenbarsch, Goldmaid und Gefleckter Lippfisch. Daneben sind häufig auftretende Makrozoobenthos-Arten wie Brotkrumenschwamm, Strandkrabbe und Seestern verbreitet. Das Riff macht mehr als zwei Drittel des Schutzgebiets aus, der Rest ist Sandboden.

Kyndby Kyst

Gebietstyp: FFH-Gebiet
Gebietsnummer: DK-244
Größe: 360 ha
Marine Lebensraumtypen: Vegetationsfreies Schlick-, Sand- und Mischwatt, Flache große Meeresarme und -buchten

Das Gebiet umfasst eine abwechslungsreiche Küstenlandschaft entlang des Isefjords. Die tiefliegenden Küstengebiete in der Jægerspris Bugt und Kyndby Vig stellen den angehobenen Meeresboden aus dem Steinzeitmeer dar. Beim Isefjord kommen sehr steile Küstenhänge vor, während im Landesinneren die Hügellandschaft Kyndby Bakker liegt. In Kyndby Vig liegt die Ausmündung des markanten Schmelzwassertals Skarndalen. Das Gebiet umfasst außerdem Salzwiesen- und Grünland-Standorte sowie die zwei Riffe Kyndby Rev und Sælø.

Kontextspalte

UNDINE-App

UNDINE ist jetzt immer dabei – als App für Android-Smartphones! Hier geht's zum kostenlosen App-Download und hier zur Web-Version.

Ostsee-Filme

Entspannung, Erkenntnis und tiefe Einblicke in die nasse Welt des Fehmarnbelts gibt es mit den UNDINE-Filmen.

Online-Ostsee-Spiel

Tauche virtuell durch die Ostsee und lerne während der Schatzsuche ihre vielfältigen Meeresbewohner kennen!

Buch zur Ostsee

Unterwasser-Fotograf Dietmar Reimer rückt die Flora und Fauna unserer Flachküsten ins rechte Licht. 

Gemeinsame Ziele

UNDINE ist Partner der Aktion "Das Meer – Unser Blaues Wunder". Mehr...