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Rippenquallen (Ctenophora)

Kennzeichen: Rippenquallen sind ein Tierstamm, der zusammen mit den Nesseltieren zu den Hohltieren (Coelenterata) gezählt wird. Auch wenn sie mit ihrem durchscheinenden, gelartigen Körper wie Quallen aussehen, gelten sie zoologisch nicht als echte Quallen – ihnen fehlen unter anderem die für diese charakteristischen Nesselzellen. Außerdem bewegen sie sich nicht wie echte Quallen durch Muskelstöße, sondern durch das wellenförmige Schlagen ihrer kammartigen Geißelplättchen, die entlang acht „Rippen“ angeordnet sind und, immer in Bewegung, irisierend schillern. Sie sind damit die größten Tiere, die zur Fortbewegung noch Geißeln benutzen. Viele Rippenquallen sind zur Biolumineszenz fähig und leuchten im Wasser.

Ernährung: Die meisten der rund 150 Rippenquallen-Arten leben räuberisch und haben ein großes Beutespektrum, das von mikroskopisch kleinen Larven und Rädertierchen bis zu Krebstieren, anderen Rippenquallen und kleinen Fischen reicht. Die Nahrung wird entweder mit klebrigen, einziehbaren Tentakeln oder direkt über den Mund aufgenommen. Zu den Fressfeinden der Rippenquallen gehören in der Ostsee zum Beispiel Seehasen oder Dorsche.

Fortpflanzung: Rippenquallen lassen sich von Meeresströmungen treiben und gehören daher zum Plankton. Sie sind zwittrig und vermehren sich in unseren Breiten zwischen Frühjahr und Herbst. Eier und Samen werden ins offene Wasser abgegeben. Aus den befruchteten Eiern entstehen freischwimmende Larven, die sich zu erwachsenen Rippenquallen entwickeln. Die meisten Individuen sterben nach der Fortpflanzung ab.

Vorkommen: Rippenquallen sind weltweit in den Ozeanen verbreitet und stellen regional einen bedeutenden Anteil der gesamten Plankton-Biomasse.