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Höhere Krebstiere (Malacostraca)

Die Höheren Krebse bilden mit etwa 28.000 Arten die größte Klasse innerhalb der Krebstiere und eine der formenreichsten Tiergruppen überhaupt. Zu ihren Mitgliedern gehören Krabben, Hummer, Flusskrebse, Garnelen, Krill sowie Asseln, die Laien als Krebstiere erkennen würden, aber auch andere nicht so bekannte Tiere.

Kennzeichen: Charakteristisch für alle Höheren Krebse ist ein Körper, der aus 20 Segmenten besteht und in drei Abschnitte gegliedert ist. Der Kopf hat zwei Antennenpaare, spezialisierte Mundwerkzeuge und zwei (oft gestielte) Komplexaugen. Die Rumpfsegmente besitzen jeweils ein Beinpaar, das zum Laufen/ Schwimmen oder als zusätzliche Mundgliedmaßen ausgebildet sein kann. Der Rumpf ist bei manchen Gruppen mit dem Kopf zusammengewachsen und bildet einen umfangreichen Kalkpanzer aus. Auch der Schwanz besteht aus Segmenten und den dazugehörigen Gliedmaßenpaaren und endet oft in einem Schwanzfächer.

Fortpflanzung: Die meisten Krebse sind getrenntgeschlechtlich, manche sind aber auch Zwitter. Viele Arten betreiben Brutpflege, indem sie die Eier bei sich tragen; andere entlassen ihre Geschlechtsprodukte ins umgebende Wasser, wo diese dann planktonische Larven und, nach einer Metamorphose, Erwachsene bilden.

Vorkommen: Die auch als Krustentiere bekannten Krebse sind durch ihr schützendes, verkalktes Außenskelett eine sehr erfolgreiche Tiergruppe; sie haben alle Meeresgebiete der Welt besiedelt und sind auch in Süßwasserbereiche (z. B. Flusskrebs) und an Land (z. B. Kellerassel) vorgedrungen. Viele Arten werden vom Menschen konsumiert und haben daher eine große wirtschaftliche Bedeutung.