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Stiel- und Becherquallen (Staurozoa)

Kennzeichen: Stiel- und Becherquallen zeigen, charakteristisch für diese Klasse der Nesseltiere, Merkmale von sowohl Polypen als auch Medusen und haben einen vierstrahligen Körperbau. Ihr Körper ist in einen becherförmigen Oberteil ähnlich einer Qualle und einen stielförmigen Unterteil ähnlich einem Polypen unterteilt. Die meisten Arten sitzen fest und strecken ihre am Becherrand in acht Gruppen angeordneten Tentakel ins Wasser, um damit planktonische Kleinstlebewesen zu erbeuten. Manche Arten können sich jedoch auch mit einer verbreiterten Fußscheibe am Untergrund anheften und zur Nahrungsaufnahme oder nach Reizung wieder ablösen.

Fortpflanzung: Staurozoa sind, wie viele andere Nesseltiere auch, getrenntgeschlechtlich. Sie werden im Sommer geschlechtsreif und sterben nach der Fortpflanzung ab. Die befruchteten Eier entwickeln sich zu kriechenden Larven, die sich festheften und anschließend eine Stiel- und dann Becherform annehmen. Das Polypenstadium verfällt bei vielen Arten in eine Ruhephase, während der das Tier eingekapselt ist und so mehrere Monate überdauern kann. Einige größere Arten sind vermutlich mehrjährig.

Vorkommen: Stiel- und Becherquallen sind weltweit verbreitet, aber nirgendwo besonders häufig. Sie heften sich an Felsen, Algen oder Seegras im Flachwasserbereich fest. Über ihre Lebensweise ist bisher wenig bekannt.