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Schlangensterne (Ophiuroidea)

Kennzeichen: Schlangensterne gehören wie die See- und Haarsterne, Seeigel und Seegurken zu den Stachelhäutern. Ihre fünfstrahlige Symmetrie und ihr gut entwickeltes Kalkskelett sind offensichtliche gemeinsame Merkmale. Der ledrig-weiche Körper der Schlangensterne erinnert an den von Seesternen. Er hat jedoch deutlich von der kleinen zentralen Körperscheibe abgesetzte Arme. Die sehr schlanken Arme sind nicht mit Saugfüßchen ausgestattet. Der Fortbewegung dienen vielmehr die schlangenförmigen Bewegungen der Arme, wodurch die Tiere recht schnell werden können. Bei Berührung oder Gefahr werden die Arme oft abgeworfen, in der Regel aber wieder problemlos regeneriert – eine Eigenschaft, die sie mit den Seesternen teilen. Die Arme tragen kleine Stacheln, die je nach Art kaum oder aber deutlich sichtbar sind.

Ernährung: Die Nahrung der Schlangensterne besteht hauptsächlich aus feinem abgestorbenen organischem Material (Detritus), Aufwuchs, Aas oder Plankton. Sie leben aber auch räuberisch und ernähren sich von Schnecken, Muscheln, Seeigeln oder festsitzenden Wirbellosen. Ihre Mundöffnung, die gleichzeitig auch der After ist, befindet sich auf der Unterseite der Körperscheibe.

Fortpflanzung: Während der Sommermonate pflanzen sich die meist getrenntgeschlechtlichen Schlangensterne fort. Aus den ins offene Wasser entlassenen Geschlechtszellen entwickeln sich entweder freischwimmende Larven, die später auf den Meeresboden sinken und zu Jungtieren werden, oder direkt junge Schlangensterne ohne Larvenstadium. Sie können mehrere Jahre alt werden.

Vorkommen: Mit mehr als 2000 Arten sind Schlangensterne die artenreichste Klasse der Stachelhäuter. Sie leben in allen Weltmeeren und dringen sogar bis ins Brackwasser der Ostsee vor. Meist leben sie versteckt im Weichboden oder unter Steinen.