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Schwebegarnele (Praunus, Mysis, Neomysis spp.)

In der Ostsee sind mehrere Arten von Schwebegarnelen heimisch, die zu unterschiedlichen Gattungen gehören. Häufig sind besonders Neomysis integer, Mysis mixta, Gastrosaccus spinifer, Praunus flexuosus und Praunus inermi. Sie sind ohne mikroskopische Betrachtung des Hinterkörpers und anderer Details schwer voneinander zu unterscheiden.

Kennzeichen: Typisch für alle Schwebegarnelen ist ihr garnelenartiges Aussehen. Ihre Kopf- und Brustsegmente sind von einem Panzer bedeckt. Im Gegensatz zu den Zehnfußkrebsen, zu denen die Garnelen gehören, bedeckt der Brustschild der Schwebegarnelen nicht alle Brustsegmente. Ihr langer Hinterkörper endet in einem Schwanzfächer. Die sieben relativ gleichförmigen Spaltbeinpaare am Körper besorgen durch schnelles Schlagen die Fortbewegung und bilden bei den Weibchen einen Brutkorb, der durch ein plattenförmiges Beinpaar am Schwanzabschnitt von hinten geschützt ist. Die Schwebegarnelen der Ostsee haben einen etwa 2 cm langen, gestreckten und geknickten Körper, der durchsichtig und zart wirkt.

Ernährung und Verhalten: Schwebegarnelen sind Allesfresser und filtrieren sowohl tierisches als auch pflanzliches oder abgestorbenes Plankton aus dem Wasser. Sie sind freischwimmend und zählen selbst zum Plankton. Sie halten sich tagsüber bodennah auf und wandern nachts an die Wasseroberfläche. Sie bilden oft große Schwärme und kommen meist über Sand, Algenbewuchs, an Buhnen und Hafenanlagen vor. Sie selbst sind eine wichtige Beute für verschiedene Fische.

Fortpflanzung: Während der Fortpflanzungszeit von Frühjahr mit Herbst können bis zu drei Generationen gebildet werden. Die Weibchen tragen die befruchteten Eizellen im Brutkorb am Körper, bis die Jungtiere schlüpfen.

Vorkommen: Schwebegarnelen sind im Flachwasser der gesamten Ostsee häufig und tolerieren verschiedene Salzgehalte.