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Rankenfußkrebse (Cirripedia)

Rankenfüßer, zu denen unter anderem die Seepocken und gestielten Entenmuscheln gehören, zählen zur Gruppe der Krebstiere. Insgesamt sind etwa 800 Arten bekannt, die alle marin leben.

Kennzeichen: Charakteristisch für die Rankenfüßer ist, dass sie keine Gliedmaßen besitzen, der Hinterleib reduziert und der Körper kurz und gedrungen ist. Ursprünglich besteht der Brustbereich aus sechs Segmenten, an denen je ein Spaltbeinpaar ausgebildet ist. Diese sind zu langen, zum Filtrierapparat umgewandelten Rankenfüßen umgewandelt, aber für die Fortbewegung ungeeignet. Seepocken haben ein kegeliges Kalkgehäuse, Entenmuscheln neben den schützenden Kalkplatten einen langen, muskulösen Stiel, der der umgewandelte vordere Teil des Kopfes ist.

Fortpflanzung: Die Larven der Rankenfußkrebse treiben durchs freie Wasser und erschließen sich so neuen Lebensraum. Am Ende ihrer Larvalphase setzen sie sich mittels zweier Saugnäpfe am ersten Antennenpaar kopfüber auf festen Untergründen wie Steinen und Felsen, aber auch auf Krebsen, Muscheln, Schneckengehäusen oder Buckelwalen fest und können ihren Aufenthaltsort dann nicht mehr wechseln.

Vorkommen: In der Ostsee kommen mehrere Seepocken-Arten vor, von denen einige aus anderen Meeresgebieten eingewandert sind, hauptsächlich durch die Besiedlung an Schiffsrümpfen und durch den Larventransport im Ballastwasser von Schiffen.