GridviewListLogin

en | dk | de

Schnecken (Gastropoda)

Schnecken (Gastropoda = Bauchfüßer) bilden eine von acht Tierklassen aus dem Stamm der Weichtiere (Mollusca). Mit über 40.000 Arten stellen sie die artenreichste Klasse dar und die einzige, die auch landlebende Arten hervorgebracht hat.

Kennzeichen: Der weiche Körper einer Schnecke besteht aus Kopf und Fuß (zusammen den Kopffuß bildend) sowie dem auf dem Rücken liegenden Eingeweidesack, der vom Mantelgewebe geschützt wird. Der Mantel bildet eine harte, einteilige, gewundene Schale, die zwar anderen Weichtierschalen ähnelt, aber im Gegensatz zu diesen meist asymmetrisch ist. Napfschnecken besitzen eine Schale, die eher an Muschelschalen als an die „typischen“ Schneckenhäuser erinnert; bei Nacktschnecken ist gar kein Gehäuse zu finden; einigen Arten ist es möglich, das Gehäuse mit einem Deckel zu verschließen. Je nach Drehung des Eingeweidesacks und die Art der Atmung unterscheidet man Vorderkiemer- (die meisten uns bekannten Schnecken) sowie Hinterkiemerschnecken (z. B. Nacktschnecken).

Fortpflanzung: Schnecken sind getrenntgeschlechtlich oder zwittrig. Sie geben ihre Eier und Samen entweder ins freie Wasser ab oder haben ein Gelege in Form von Schnüren, Bändern oder Klumpen. Bei den meisten Meeresschnecken schlüpfen aus den befruchteten Eiern Veliger-Larven, die zuerst als Plankton im freien Wasser leben und dann zum Bodenleben übergehen.

Ernährung: Die Ernährung der Schnecken ist vielfältig. Sie können Weidegänger, Jäger, Planktonfiltrierer oder Nahrungsspezialisten sein. Schnecken besitzen eine im Tierreich einzigartige Raspelzunge (Radula), die nur bei den Weichtieren vorkommt. Je nach Art und Ernährungstyp unterscheiden sich die Zähnchen dieser Zunge: Pflanzenfresser besitzen eine Vielzahl gleichförmiger Raspelzähnchen, mit denen Pflanzenmaterial abgeraspelt werden kann. Räuberische Arten besitzen oft lange, dolchartige Zähnchen, mit denen die Beute festgehalten werden kann und Fleischstücke herausgerissen werden.