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Netzreusenschnecke (Nassarius reticulatus)

Kennzeichen: Durch Längsfalten und spiralig verlaufende Streifen hat das Gehäuse der Netzreusenschnecke eine netzartig geformte Oberfläche, wodurch sie von anderen Schneckenarten der Ostsee leicht zu unterscheiden ist. Das Gehäuse kann bis zu 3 cm hoch werden, ist bräunlich gefärbt und hat dunklere Streifen. Neben der ovalen Öffnung befindet sich ein Durchlass für das Atemrohr. Der Körper der Schnecke ist bräunlich gefärbt.

Ernährung: Die Netzreusenschnecke hat einen sehr guten Geruchssinn, mit dem sie ihre Beute aus bis zu 30 m Entfernung wahrnehmen kann. Sie ernährt sich hauptsächlich von Aas, aber auch von kranken Tieren. Sie kann auf ihrer Kriechsohle schnell zur Beute wandern, gräbt sich ansonsten aber oft zur Ruhe in den Sand ein. Hauptfressfeinde der Schnecke sind Seesterne.

Vorkommen: Die Netzreusenschnecke ist im Nordostatlantik und in seinen Nebenmeeren inklusive Mittelmeer, Schwarzem Meer und Nordsee beheimatet. Sie benötigt einen Salzgehalt von mindestens 15 PSU, so dass sie in der Ostsee auf den westlichen Teil bis zur Mecklenburger Bucht beschränkt ist und erst ab 5 m Tiefe auftritt. Sie kommt vorwiegend auf Weichböden bis in 50 Meter Tiefe vor, wo sie sich im Untergrund eingraben kann.