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Seedahlie (Urticina felina)

Kennzeichen: Diese Seeanemonen-Art erkennt man leicht an ihrem gedrungenen Körper und den 80–160 dicken Tentakeln, die in mehreren Kränzen um die große Mundscheibe angeordnet sind. Die Tentakel laufen nicht wie bei der Pferdeaktinie spitz aus, sondern enden stumpf. Der Rumpf besitzt an seiner Oberfläche zahlreiche Saugwarzen, die viele Algen, Sand- und Schillpartikel festhalten und so die eigentliche Körperwand verdecken. Die Färbung der Seedahlien kann stark variieren: Neben einfarbigen Exemplaren existieren zahlreiche Varianten mit Bändern und Flecken. Oftmals ist die Basis der Fangarme von zwei Längsstreifen umschlossen. Die Tentakel selbst sind häufig bunt gebändert. Sind die Tiere ausgestreckt, erreichen Seedahlien eine Höhe von 15 cm und einen Fußscheiben-Durchmesser von 7 cm.

Ernährung: Ähnlich der Pferdeaktinie ernährt sich die Seedahlie von kleinen Fischen, Garnelen und andere Kleinkrebsen, die hauptsächlich nachts mit den Tentakeln gefangen und anschließend zur Mundöffnung geführt werden. Die Tentakel nesseln Menschen nur sehr schwach, haben bei Berührung aber eine klebrige Haftwirkung. Sie sind im Ruhezustand, bei Störung und bei Ebbe zurückgezogen. Das Tier sieht dann wie ein unauffälliger, weicher, schleimiger Klumpen aus.

Fortpflanzung: Seedahlien-Männchen geben zur Fortpflanzungszeit ihre Spermien ins freie Wasser ab, von wo aus sie in den Innenraum der Weibchen gelangen. Entsprechend der Umweltbedingungen werden die befruchteten Eier entweder ins freie Wasser abgegeben oder im Körperhohlraum so lange zurückgehalten, bis sich schließlich vollständig entwickelte Jungtiere gebildet haben. Diese werden durch die Körperöffnung ausgestoßen und verdriften mit der Wasserströmung.

Vorkommen: Seedahlien sind weltweit in kühlen Meeresgebieten verbreitet und dringen in der Ostsee bis zum Bornholm-Becken vor. Sie leben meist in kleineren Gruppen auf harten Untergründen und kommen vom Flachwasser bis in tiefere Bereiche vor.