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Große Pfeffermuschel (Scrobicularia plana)

Kennzeichen: Die Schalen der Großen Pfeffermuschel sind bis zu 50 mm lang, breit-oval und seitlich stark abgeplattet. Sie sind dünn und zerbrechlich und haben einen glatten Rand. Die Oberfläche weist zahlreiche unregelmäßige, konzentrische Linien auf. Die Außenseite ist weißlich bis hellgrau, beim lebenden Tier ist sie von einer gelblich-bräunlichen Außenhaut bedeckt. Die Schaleninnenseite ist weiß. Der vordere Schließmuskelabdruck in der Innenschale ist länglich, der hintere rundlich.

Ernährung: Die Tiere ernähren sich von Material, das sie mit dem längeren Atemsipho von der Oberfläche absammeln, wobei sie charakteristische, sternförmige Fraßspuren hinterlassen. Der Sipho wird aufgrund seiner exponierten Stellung häufig von Fressfeinden abgerissen, kann aber innerhalb von etwa fünf Tagen regeneriert werden. Die Muscheln können sich bis zu 15 cm tief im Sediment eingraben. Sie selbst sind eine beliebte Beute für Fische und Seevögel.

Fortpflanzung: Zwischen Mai und Juli werden die Geschlechtszellen der Männchen und Weibchen ins offene Wasser entlassen. Aus den freischwimmenden Larven entwickeln sich nach zwei bis drei Wochen am Boden lebende Jungmuscheln. Sie haben eine langsame Wachstumsrate und können bis zu 18 Jahre alt werden.

Vorkommen: Die Große Pfeffermuschel ist an den westeuropäischen, mediterranen und nordwestafrikanischen Küsten beheimatet und dringt in der westlichen Ostsee bis zur Mecklenburger Bucht vor. Sie bevorzugt stark schlickige Böden in größeren Tiefen, ist aber auch auf Sand und Schlamm anzutreffen. Sie ist in ihrer Verbreitung durch niedrige Wintertemperaturen eingeschränkt.