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Weiße Pfeffermuschel (Abra alba)

Kennzeichen: Die in der Ostsee meist weniger als 20 mm lange Weiße Pfeffermuschel ist unter anderem an ihrer weißen Schale erkennbar, die mit einer feinen hellbraunen Haut überzogen ist. Sie hat feine konzentrische Linien und eine matte Oberfläche. Ihr Umriss ist oval, ihr Wirbel befindet sich fast mittig, das Schloss liegt innen und außen.

Ernährung: Die Pfeffermuschel lebt eingegraben, horizontal auf der linken Seite liegend, im Sand und Schlick und streckt ihre getrennt stehenden langen Siphonen in Richtung Wasser aus. Damit strudelt sie Atemwasser und Schwebeteilchen ein, nimmt aber auch abgestorbenes organisches Material von der Sedimentoberfläche auf. Sie selbst stellen eine wichtige Nahrung für Plattfische und Dorsche dar.

Fortpflanzung: Die Art ist relativ kurzlebig und wird nur 1–2 Jahre alt. Sie pflanzt sich im Juni und Juli fort und bildet planktonische Larven aus.

Vorkommen: Die Weiße Pfeffermuschel ist an den Küsten von Nordwesteuropa sowie im Mittelmeer beheimatet. Sie kommt in der Ostsee bis zur Darßer Schwelle vor und hat ihr Hauptverbreitungsgebiet in der Fehmarnbelt-Region. Die Art bevorzugt sandige bis schlickige Weichböden und toleriert auch Faulschlamm. Aufgrund ihrer hohen Wachstumsrate und Produktivität trägt sie zur schnellen Wiederbesiedlung durch von Sauerstoffarmut und Schwefelwasserstoff gestörte Gebiete bei, reagiert jedoch empfindlich auf tiefe Temperaturen.

Neben der Weißen Pfeffermuschel kommt in der Fehmarnbelt-Region auch die Glänzende Pfeffermuschel A. nitida vor. Sie lebt in größeren Tiefen und ist in unserer Region viel seltener als A. alba.