GridviewListLogin

en | dk | de

Gemeiner Einsiedlerkrebs (Pagurus bernhardus)

Vorkommen: Der Gemeine Einsiedlerkrebs kommt in der Nord- und westlichen Ostsee, im Ärmelkanal, an der europäischen Atlantikküste und an den Küsten des Mittelmeers vor und lebt vorrangig auf Weich- und Hartböden.

Kennzeichen und Verhalten: Er hat einen Körperbau, der zwar die Zugehörigkeit zu den Höheren Krebsen erkennen lässt, aber aufgrund seiner Asymmetrie doch sehr besonders unter den Krebsen ist. Einsiedlerkrebse haben zwei Paare Antennen, zwei kräftige Laufbeinpaare sowie ein Paar Scheren, die ungleich groß sind und dem Verschluss des Schneckengehäuses dienen, das sich die erwachsenen Tiere über ihren weichen, gebogenen Hinterkörper stülpen. Die hinter den Laufbeinen liegenden Hinterbeine sind zurückgebildet und dienen dazu, das Schneckenhaus festzuhalten und einen Atemwasserstrom am Schwanz entlangzutreiben. Der sonst bei vielen Krebsen typische Schwanzfächer ist zu einer Haltevorrichtung umgewandelt, der es sehr schwer macht, die Tiere aus dem Gehäuse zu ziehen. Im Lauf ihres Wachstums müssen Einsiedlerkrebse das Schneckenhaus wechseln. Größere Exemplare des in der Ostsee lebenden Einsiedlerkrebses nutzen die Gehäuse von Wellhornschnecken und kommen daher in ähnlichen Tiefen wie die Schnecken vor.

Ernährung: Der Gemeine Einsiedlerkrebs ist ein Filtrierer und Allesfresser, der auch Aas frisst. Er wird zehn Zentimeter lang und ist von gelber, brauner oder rötlicher Farbe.