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Kleine Schlangennadel (Nerophis ophidion)

Neben der Großen Schlangennadel ist in der Fehmarnbelt-Region auch die Kleine Schlangennadel verbreitet. Sie wird nur halb so groß wie die Große Schlangennadel.

Kennzeichen: Der Körperbau ähnelt dem der Großen Schlangennadel und ist durch das Fehlen von Brust- und Schwanzflossen gekennzeichnet. Statt einem markanten Ringelmuster hat die Kleine Schlangennadel eine je nach Lebensraum sehr variable Färbung von grün bis braun. Die Weibchen haben im Hochzeitskleid blaue Streifen auf Kiemendeckeln und Vorderkörper. Die brutpflegenden Männchen sind dagegen unscheinbar gefärbt.

Ernährung und Verhalten: Kleine Schlangennadeln ernähren sich von Kleinkrebsen und Fischbrut im Plankton, die sie mit ihrer röhrenförmigen Schnauze aufsaugen. Sie leben versteckt zwischen Algen und Seegras.

Fortpflanzung: Weibchen der Kleinen Schlangennadel erzeugen zwischen Mai und August 200–300 1 mm große Eier, die auf die Bauchseite mehrerer Männchen übertragen werden. Jedes Männchen trägt jedoch nur die Eier eines einzigen Weibchens. Die Eier werden in einer Doppelreihe entlang einer Hautrinne auf der abgeplatteten Bauchseite mitgeführt. Nach drei Wochen schlüpfen die 9 mm langen Jungfische, die bis zur Rückbildung des Flossensaumes und der Brustflossen drei bis vier Monate im Plankton leben. Die Art kann etwa drei Jahre alt werden.

Vorkommen: Die Kleine Schlangennadel kommt entlang der Flachküsten von Norwegen bis Marokko vor und ist auch im Mittelmeer und Schwarzen Meer sowie in der gesamten Ostsee verbreitet. Sie lebt auf Sandgründen und in Seegraswiesen zwischen 2 und 15 m Tiefe und ist lokal recht häufig. Sie scheint nicht in ihrem Bestand gefährdet zu sein, aber durch den Schwund von Seegraswiesen beeinträchtigt zu werden.