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Seestichling (Spinachia spinachia)

Beim Keschern, Schnorcheln und Tauchen im Flachwasser der Fehmarnbelt-Region und anderer Küstenregionen der Ostsee ist häufig der Seestichling zu entdecken, ein ausschließlich im Salzwasser vorkommender Vertreter der Stichlinge.

Kennzeichen: Auffällig ist die langgestreckte Gestalt des Seestichlings, die durch einen langen Schwanzstiel und einen langen Kopf mit einer röhrenförmigen Schnauze betont wird. Weibchen werden maximal 20 cm lang, die Männchen sind etwas kleiner. Er ist damit die größte Stichling-Art in der Ostsee. Ein wichtiges Merkmal sind weiterhin die fünf Kanten über der Rückenmitte, den Seiten und seitlich am Bauch, die für einen fünfeckigen Querschnitt des Fisches sorgen. Schuppen sind nicht vorhanden. Der Rücken ist bräunlich und der Bauch gelblich gefärbt. Vor der weichen Rückenflosse sitzen 14–17 harte Rückenstrahlen.

Ernährung: Die Tiere ernähren sich von kleinen Krebsen, Würmern und Fischen.

Fortpflanzung: Wie beim Drei- und Neunstachligen Stichling bauen die Männchen in den späten Frühlingsmonaten ein Nest aus Pflanzenteilen, die mit einem Nierensekret zusammengekittet werden. Das Männchen treibt nacheinander mehrere Weibchen in das Nest, wo später die Eier abgelegt werden. Nach einem bestimmten Ablauf von Balzritualen erfolgt die Paarung. Die Männchen betreiben Brutpflege und verteidigen das Nest gegen Laich- und Bruträuber.

Vorkommen: Der Seestichling im Atlantik von Norwegen bis zur Biskaya verbreitet und kommt bis zur zentralen Ostsee vor. Er lebt im Flachwasser bis 10 m Tiefe und versteckt sich in Algen- oder Seegrasansammlungen.