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Neunstachliger Stichling (Pungitius pungitius)

Der Neunstachlige Stichling, auch Zwergstichling genannt, ist ein vorwiegend in Kleingewässern lebender Fisch. Er kommt jedoch auch im Brackwasser an der Ostseeküste vor. Bis auf seine kleinere, schlankere Statur ähnelt er äußerlich grob seinem Verwandten, dem Dreistachligen Stichling.

Kennzeichen: Der Neunstachlige Stichling hat 8–10 Rückenstrahlen und auch am Bauch drei Stacheln, die durch Muskelkraft aufstellbar sind und der Abwehr dienen. Wie auch anderen Stichlingen fehlen ihm Schuppen. Vor der Schwanzflosse befinden sich etwa zehn Knochenplättchen. Sein Rücken ist dunkelgraubraun, seine Seiten und der Bauch sind heller gefärbt, dunkle Querbinden laufen über den Körper. Während der Laichzeit haben die Männchen eine schwarze Brust und Kehle, so dass die weißen Bauchflossenstrahlen einen starken Kontrast bilden. Der Fisch wird bis zu 7 cm groß.

Ernährung: Die Tiere ernähren sich von verschiedenen Kleinstlebewesen im Plankton und werden selbst von größeren Fischen gefressen.

Fortpflanzung: Die im Salz- und Brackwasser lebenden Populationen des Neunstachligen Stichlings wandern zur Laichzeit ins Süßwasser. Dort bauen die Männchen aus verschiedenen Pflanzenteilen ein Nest zwischen Wasserpflanzen und bewerben es nach Fertigstellung durch ein aufwendiges Balzritual bei den Weibchen. Wie auch beim Dreistachligen Stichling bewacht das Männchen die Eier von meist mehreren Weibchen sowie die frischgeschlüpften Jungtiere. Es erzeugt dabei durch das Fächeln mit den Brustflossen einen Wasserstrom, der die Eier mit Sauerstoff versorgt. Die Tiere werden nur ein oder zwei Jahre alt und sterben normalerweise nach der zweiten Fortpflanzungsperiode.

Vorkommen: Die Art ist hauptsächlich in kleinen Süßgewässern der Nordhalbkugel, aber auch entlang der Ostseeküste verbreitet. Sie toleriert schwankende Wasserqualitäten und Salzgehalte, ist aber weniger weit und häufig im Brackwasser zu finden als der Dreistachlige Stichling.