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Butterfisch (Pholis gunnellus)

Kennzeichen: Der zu den Aalmutterverwandten zählende Butterfisch hat einen bis zu 20 cm langen, bandförmig gestreckten Körper. Die Rückenflosse beginnt bereits hinter dem Kopf und reicht fast bis zur Schwanzflosse. Diese ist von der Rücken- und Afterflosse abgesetzt ist, es wird also kein durchgängiger Flossensaum gebildet. Auch die Afterflosse ist sehr lang, die Bauchflosse dagegen stark zurückgebildet. Der Kopf des Butterfischs ist auffallend klein, sein Maul zeigt nach oben. Auffälligstes Merkmal neben der Körperform sind die 9–13 schwarzen, weißumsäumten Augenflecken entlang der Basis der Rückenflosse. Der Fisch ist ansonsten gelbbraun gefärbt und dunkler marmoriert. Die Haut ist sehr schleimig. Eine Seitenlinie fehlt.

Ernährung: Der Butterfisch ernährt sich von verschiedensten Bodenlebewesen wie Kleinkrebsen, Würmern, kleinen Schnecken und Muscheln sowie Fischeiern.

Fortpflanzung: Die Tiere werden im dritten Lebensjahr geschlechtsreif. Die Eiablage erfolgt während der Wintermonate in Nestern, die meist unter Steinen oder in leeren Muschelschalen angelegt werden. Die zu einem großen Klumpen zusammengeballten Eier werden von beiden Elterntieren bewacht. Während der zweimonatigen Brutpflege ernähren sich die Eltern nicht. Die beim Schlupf 9 mm langen Jungtiere leben noch ein halbes Jahr im Freiwasser, bevor sie bei einer Länge von rund 3 cm zum Bodenleben übergehen.

Vorkommen: Butterfische kommen an bis zu 100 m tiefen Küstenabschnitten beiderseits des Nordatlantiks vor. Sie brauchen einen Mindestsalzgehalt von 5 PSU und sind daher nicht in der nördlichen Ostsee verbreitet. In der Fehmarnbelt-Region sind sie auch in Strandnähe zu finden. Sie besiedeln schlammige und sandige Böden, bevorzugen jedoch algenbewachsene Felsenküsten.