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Flussbarsch (Perca fluviatilis)

Als Süßwasserfisch hat der Flussbarsch eine erstaunlich hohe Toleranz gegenüber Salzwasser, bis zu 15 PSU. Im Brackwasser der Ostsee ist er häufig. Schon ab Fehmarn und weiter östlich verbringt er einen Teil seines Lebens im Meer, da er hier bessere Nahrungsverhältnisse vorfindet als im Süßwasser.

Kennzeichen: Der bis maximal 45 cm und durchschnittlich 20 cm lange Flussbarsch ist relativ einfach an den dunklen Querstreifen zu erkennen, die sich vom dunkelgrünen Rücken über die helleren Seiten erstrecken. Er hat zwei Rückenflossen (die erste mit Stachel-, die zweite mit Weichstrahlen), die durch einen Einschnitt voneinander getrennt sind. Die erste Rückenflosse hat am Ende einen schwarzen Fleck. Die Bauch- und Afterflossen sind rötlich gefärbt.

Ernährung: Als Jungtier ernährt sich der Flussbarsch zuerst von Plankton und dann von bodenlebenden Kleintieren. Später lebt er räuberisch und frisst auch andere kleinere Fische.

Fortpflanzung: Männliche Flussbarsche werden mit ein bis zwei, weibliche mit zwei bis vier Jahren geschlechtsreif. Im Frühjahr zwischen März und Mai legt das Weibchen bis zu 300.000 Eier in bis zu 1 m langen, breiten, netzartigen Gallertbändern an Steinen und Pflanzen des Flachwassers ab. Die Larven schlüpfen nach ein bis zwei Wochen mit einer Länge von 5 mm und verbringen die erste Zeit im Freiwasser, wo sie sich von Plankton ernähren. Nach einigen Wochen stellen sie ihre Ernährung auf Bodentiere um.

Vorkommen: Flussbarsche sind in vielen Binnengewässern Nord- und Mitteleuropas verbreitet, leben aber auch häufig in Brackwassergebieten. Er wurde auch in neue Regionen eingeführt, was in einigen Ländern negative Auswirkungen auf die einheimische Natur zur Folge hatte.