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Schwarzmundgrundel (Neogobius melanostomus)

Kennzeichen: Die Schwarzmundgrundel hat eine typische Grundel-Gestalt und wird 15–25 cm lang. Sie ist aufgrund ihrer Größe von den Pomatoschistus-Arten zu unterscheiden. Auf der vorderen Rückenflosse befindet sich ein sehr auffälliger, schwarzer Augenfleck. Während der Laichzeit sind männliche Schwarzmundgrundeln vollständig schwarz gefärbt.

Ernährung: Die Grundel ernährt sich von verschiedenen wirbellosen Tieren und kleinen Fischen, hauptsächlich aber von Weichtieren.

Fortpflanzung: Schwarzmundgrundeln laichen von April bis September und produzieren dabei rund 3 mm große, ovale Eier, die an Steine geklebt und vom Männchen bewacht werden. Die Jungen schlüpfen nach zwei Wochen und sind schon voll entwickelt. Die Grundel hat kein Larvenstadium. Weibchen werden nach zwei bis drei, Männchen nach drei bis vier Jahren geschlechtsreif. Nach ihrer ersten Laichsaison sterben die Männchen. Aufgrund ihrer Ausbreitungsfreudigkeit und Fortpflanzungspotenz gilt die Grundel als invasive Art, die gegenüber vielen heimischen Arten als Nahrungs- und Raumkonkurrent auftritt.

Vorkommen: Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet liegt am Schwarzen und Kaspischen Meer, wo der Fisch im Brack- und Süßwasser zu finden ist. Die Schwarzmundgrundel konnte sich jedoch in den letzten Jahrzehnten mit dem Ballastwasser von Schiffen in anderen Flusssystemen von Europa ausbreiten und dringt auch immer mehr in die Nord- und Ostsee vor. Außerdem wurde sie in die Großen Seen von Nordamerika eingeschleppt und breitet sich dort als Neuankömmling stark aus.