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Schwarzgrundel (Gobius niger)

Kennzeichen: Die Schwarzgrundel ist insgesamt kräftiger als die anderen im Fehmarnbelt vorkommenden Grundel-Arten und von ihnen allein schon durch die Größe von bis zu 15 cm zu unterscheiden. Ihre beiden Rückenflossen gehen fast ineinander über, und auch zwischen der hinteren Rücken- und der Schwanzflosse gibt es keinen größeren Zwischenraum wie bei den anderen Arten. Bei der ersten Rückenflosse können die sechs Hartstrahlen über die Flossenhaut hinaus verlängert sein. Die Schwarzgrundel ist dunkelbraun mit schwarzen Flecken, die Männchen sind während der Paarungszeit fast schwarz gefärbt.

Ernährung: Schwarzgrundeln sind Räuber und ernähren sich als Grundfische von bodenlebenden Wirbellosen wie Würmern und kleinen Krebsen, aber auch von Fischlaich und -brut.

Fortpflanzung: Die Weibchen legen zwischen Mai und August 1000–6000 klebrige, keulenförmige Eier an Tang, unter Steinen oder an Pfählen ab. Die Männchen betreiben so lange Brutpflege, bis die 3 mm langen Larven schlüpfen. Diese leben erst im Freiwasser, um dann mit einer Größe von 9 mm zum Bodenleben überzugehen. Sie werden mit einem Jahr geschlechtsreif und haben eine Lebenserwartung von wenigen Jahren.

Vorkommen: Schwarzgrundeln leben bevorzugt im Brackwasser von flachen Buchten, Lagunen und Flussmündungen auf den sandigen und schlammigen Böden der Seegrasregion. Sie kommen an den Küsten des Nordostatlantiks und im Mittelmeer vor. In der Ostsee sind sie weit verbreitet bis zu einem Mindestsalzgehalt von 5 PSU. Wie alle Grundeln hat die Schwarzgrundel keine wirtschaftliche Bedeutung, dient jedoch als Köderfisch und als natürliche Nahrung für viele kommerziell nutzbare Arten.