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Schwimmgrundel (Gobiusculus flavescens)

Die oft in großen Schwärmen in und über Seegraswiesen zu beobachtende Schwimmgrundel ist, wie auch die Glasgrundel, eine Grundel-Art, die nicht am Boden lebt. Ihre Augen sind daher auch nicht nach oben gerichtet, sondern liegen seitlich am Kopf.

Kennzeichen: Die Schwimmgrundel wird bis zu 6 cm lang und hat einen langgestreckten Körper. Ihre Augen liegen seitlich. Auffällig ist ein schwarzer Fleck am Schwanzstiel. Die Männchen haben außerdem einen ähnlichen Fleck hinter der Brustflosse. Die Fische sind rötlich bis grünbraun gefärbt und haben vier helle Sattelflecken auf dem Rücken. Besonders auffällig ist die bläuliche Sprenkelung an den Seiten, die während der Paarungszeit bei den Männchen noch intensiver wird und damit der Färbung vieler exotischer Verwandter Konkurrenz macht.

Ernährung und Verhalten: Schwimmgrundeln schwimmen zwischen Seegras und Algen umher und ernähren sich dabei hauptsächlich von tierischem Plankton wie Krebslarven.

Fortpflanzung: Während der Sommermonate werden die Männchen territorial und graben ein Nest auf dem Sandboden, meist unter einem Stein. Das Weibchen legt daraufhin seine Eier hinein, die das Männchen bis zum Schlüpfen der Jungtiere bewacht und pflegt. Die Larven leben im freien Wasser, ziehen während des Winters aber in größere Wassertiefen. Nach der Fortpflanzung sterben die erwachsenen Tiere; sie werden selten älter als zwei Jahre.

Vorkommen: Die Schwimmgrundel lebt im Flachwasser entlang der britischen und skandinavischen Küsten und kommt in der Ostsee bis zu den Ålandinseln vor. Ihr Bestand gilt als nicht gefährdet.