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Gewöhnliches Petermännchen (Trachinus draco)

Das Gewöhnliche oder Große Petermännchen gehört zu den Drachenfischen und ist der einzige Vertreter seiner Familie in der Ostsee. Es ist eines der wenigen giftigen Tiere in der Ostsee, vor dem sich Besucher des Flachwassers in Acht nehmen sollten.

Kennzeichen: Petermännchen sind langgestreckte, 20–30 cm lange Bodenfische mit einem großen, schräg nach oben gerichteten Maul und zwei Rückenflossen, von denen die erste kurze einen dunklen Fleck aufweist. Die Stacheln der ersten Rückenflosse und die großen Stachel der Kiemendeckel führen Gift, das bei Injektion auch für den Menschen gefährlich ist. Über den nach oben gerichteten Augen befinden sich Dornen. Die Tiere sind bläulich gefärbt und haben seitlich ein schräges Streifenmuster.

Ernährung und Verhalten: Petermännchen sind einzelgängerische Lauerjäger, die tagsüber bis zu den Augen und den Giftstacheln im Sand vergraben sind. Haben sie ein Opfer in der Nähe entdeckt, so schießen sie mit kräftigen Schwanzschlägen hervor, um ihr Beutetier (Garnelen, kleine Fische) blitzschnell zu erhaschen. Nachts kann man sie in kleinen Trupps auch im Freiwasser antreffen.

Fortpflanzung: Petermännchen betreiben keine Brutpflege, sondern geben ihre rund 1 mm großen Eier im Sommer ins offene Wasser ab. Die Larven sind ebenfalls pelagisch. Als Meeresfisch sind sie auf einen entsprechend hohen Salzgehalt angewiesen und pflanzen sich daher nicht im Brackwasser der mittleren und nordöstlichen Ostsee fort.

Vorkommen: Das Petermännchen kommt im Küstenbereich des östlichen Atlantiks, der Nordsee, des gesamten Mittelmeeres und im Schwarzen Meer vor. In der westlichen Ostsee ist es um die dänischen Inseln und im Skagerrak und Kattegat lokal und saisonal häufig. Es lebt auf und in Sandböden. Während der Sommermonate kommen die Fische in flacheres Wasser (5–10 m), im Winter ziehen sie in eine Tiefe von bis zu 150 m.