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Steinbutt (Scophthalmus maximus)

Kennzeichen: Im Gegensatz zu anderen Plattfischen liegen bei den Butten die Augen auf der linken Körperseite. Der Steinbutt ist relativ leicht an seiner fast kreisrunden Körperform erkennbar. In der Ostsee wird er bis zu 50 cm (Männchen nur rund 30 cm), sonst maximal 100 cm lang. Außerdem ist sein Name sehr bezeichnend, ist seine schuppenlose Haut doch mit zahlreichen kegelförmigen Verknöcherungen überzogen, die wie kleine Steine aussehen. Die Rücken- und Afterflossen reichen nicht bis an die Schwanzflossenbasis heran. Der Fisch hat eine veränderliche Farbe und kann je nach Untergrund grau-, grün- oder dunkelbraun, gefleckt oder marmoriert sein.

Ernährung: Der Steinbutt ist ein tagaktiver Räuber, der sich von sehr beweglicher Beute ernährt. Er verlässt dazu oft den Meeresboden und jagt in im freien Wasser darüber. Der Fisch hat, verglichen mit anderen Plattfischen, ein relativ großes Maul, was ihm von Beginn seines Bodenlebens an die Aufnahme von größeren Wirbellosen möglich macht. Jungfische ernähren sich hauptsächlich von Flohkrebsen und Schwebegarnelen, während ausgewachsene Tiere hauptsächlich Heringe, Sprotten, Sandaale und Grundeln fressen.

Fortpflanzung: Steinbutte verbringen den Winter in bis zu 70 m tiefem Wasser und wandern im Frühjahr in küstennahe Flachwassergebiete, wo sie laichen. Zwischen April und August werden bis zu 10 Million Eier gelegt, die in salzreichem Wasser schweben, in der Ostsee aber auf den Boden sinken. Nach sieben bis neun Tagen schlüpfen die anfangs symmetrischen, planktonischen Larven mit 2,5 mm Länge aus den Eiern. Bei 12 mm Länge beginnt das rechte Auge auf die linke Seite zu wandern, und mit 25 mm beginnt für den Steinbutt das Bodenleben in sehr seichtem Wasser. Je älter die Tiere werden, desto tieferes Wasser bevorzugen sie. Nach etwa vier Jahren werden sie fortpflanzungsfähig. Ihre Lebenserwartung beträgt 25 Jahre.

Vorkommen: Der Steinbutt ist ein Meeresfisch, der wie andere Plattfische auch in unterschiedlichen Salzgehalten leben und sich fortpflanzen kann. Er lebt küstennah im Nordostatlantik, im Mittelmeer und in der Ostsee bis zur Höhe der Åland-Inseln.

Nah verwandt mit dem Steinbutt ist der ebenfalls an europäischen Küsten, jedoch seltener vorkommende Glattbutt (S. rhombus).