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Seeskorpion (Myoxocephalus scorpius)

Dieser Bodenfisch lebt im Sommer im küstennahen Flachwasser und lauert gut getarnt auf Beute.

Kennzeichen: Der Seeskorpion hat große Ähnlichkeit mit dem Seebull. Beide Arten haben einen kräftigen Körper mit großem, breiten Kopf und Maul. Ihnen fehlen Schuppen und als bodenlebender Fisch auch die Schwimmblase. Auf dem Vorderkiemendeckel des Seeskorpions befinden sich zwei Stacheln und auf dem Kopf ein Höcker. Er hat keine Barteln am Maul wie der Seebull. Der Fisch hat einen dunkelbraunen Rücken und gelblichweiß marmorierte Seiten. Der weiße Bauch ist während der Laichzeit beim Männchen kupferrot und hell gefleckt und beim Weibchen rötlichgelb gefärbt. Der Fisch kann bis zu 30 cm lang werden.

Ernährung und Verhalten: Seeskorpione sind Raubfische, die Lauerjäger sind und gut getarnt auf ihre Beute warten, bis sie sie blitzschnell zustoßend erhaschen. Sie ernähren sich von Krebstieren, Fischlaich und -brut sowie kleinen Fischen. Wie auch andere Groppen, zu denen die Art gehört, geben Seeskorpione knurrende Laute von sich.

Fortpflanzung: Die Laichzeit der Seeskorpione liegt in den Wintermonaten zwischen Oktober und März. Nach der Begattung, bei der das Weibchen mit den großen Brust- und Bauchflossen festgehalten wird, und einer inneren Befruchtung werden bis zu 2000 Eier in kleinen Klumpen an Steinen oder Tang abgelegt und vom Männchen bewacht. Die freischwimmenden Larven schlüpfen nach einer Brutdauer von fünf Wochen und gehen bei einer Länge von 15 mm zum Boden leben über. Seeskorpione werden mit zwei Jahren geschlechtsreif.

Vorkommen: Seeskorpione sind im Nordostatlantik vom Weißen Meer bis zur Biskaya inklusive der Nordsee verbreitet. Sie kommen in der gesamten Ostsee vor und dringen auch ins Brackwasser von Flussmündungen ein. Sie leben auf Weich-, Schill- und Geröllböden und auch in Seegraswiesen des Flachwassers. Obwohl sie häufig an der Angel gefangen werden, sind sie wirtschaftlich nicht von Interesse.