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Ohrenqualle (Aurelia aurita)

Kennzeichen: Die zu den Schirmquallen gehörende Ohrenqualle kann an ihrem durchscheinenden, schirmförmigen Körper und den vier (manchmal auch fünf bis sieben) ringförmigen Geschlechtsorganen erkannt werden. Bei Männchen sind diese weiß-gelblich und bei den Weibchen rötlich-violett. Die Meduse hat kurze Tentakel am Rand ihres Schirms und vier kurze Arme um die Mundöffnung herum. Die Tentakel sind wie bei anderen Schirmquallen mit Nesselkapseln besetzt und giftig für kleine Tiere wie Fischlarven und Ruderfußkrebse, von denen sie sich ernährt, aber harmlos für Menschen, da das Gift nicht unsere Haut durchdringt.

Fortpflanzung: Die Ohrenqualle durchläuft in der Ostsee einen einjährigen Entwicklungszyklus und ist als Medusenstadium von Mai bis November zu beobachten. Als Polypenstadium überwintert sie auf festem Boden.

Vorkommen: Die in nahezu allen Meeren der Welt verbreitete Ohrenqualle kommt in der Ostsee nur im westlichen Bereich vor, da sie hier einen Salzgehalt vorfindet, den sie zum Überleben braucht. Hier pflanzt sie sich auch fort. Ohrenquallen treten meist in großen Gruppen im offenen Wasser auf und werden bei anlandigen Wind- und Strömungsverhältnissen an die Küsten getrieben. Die häufig auftretenden Massenvorkommen von Ohrenquallen in der Ostsee deuten auf weiterhin hohe Nährstoffeinträge hin, die winziges Plankton und damit auch die Vermehrung der Quallen fördern. Sie könnten aber auch in Zusammenhang mit der Überfischung von Nahrungskonkurrenten und Fressfeinden stehen.