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Meerwalnuss (Mnemiopsis leidyi)

Kennzeichen: Charakteristisch für die Meerwalnuss ist ihr bis zu 10 cm großer, birnenförmiger Körper mit zwei Schwimmlappen. Der Mund ist schlitzförmig, aber es existieren keine Fangtentakel.

Vorkommen: Die Meerwalnuss ist ursprünglich nur an der subtropischen Atlantikküste von Nord- und Südamerika verbreitet gewesen. In den späten 1980er Jahren wurde diese Rippenqualle jedoch über das Ballastwasser von Schiffen ins Schwarze Meer eingebracht, wo sie sich ohne Konkurrenz schnell ausbreiten konnte. Seitdem hat sie sich so stark vermehrt, dass sie heute auch in vielen anderen europäischen Meeren, seit 2006 auch in der Ostsee, vorkommt. Ihre massenhafte Ausbreitung ging einher mit dem räuberischen Fraß von Zooplankton sowie Fischeiern und -larven, was viele Fischbestände an den Rand des Zusammenbruchs brachte. Durch die Einführung einer weiteren Rippenquallen-Art, Beroe ovata, im Schwarzen Meer Ende der 1990er Jahre hat sich das Problem der Meerwalnuss entschärft. Diese Art war ein Fressfeind der Meerwalnuss und sorgte dafür, dass sich die Plankton- und Fischpopulationen wieder erholten. Auch in anderen Meeren könnten Meerwalnuss-fressende Rippenquallen die Art an ihrer steten Ausbreitung hemmen.