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Gespensterkrebs (Caprella spp.)

Kennzeichen: Gespensterkrebse gehören den Höheren Krebsen an. Ihre Form ist jedoch so merkwürdig, dass man nur schwer die Verwandtschaft mit Krabben und Garnelen entdecken kann. Tatsächlich gehören die rötlich gefärbten Gespensterkrebse zu den Flohkrebsen. Sie sind allerdings nicht wie die meisten Flohkrebs-Arten seitlich abgeplattet, sondern haben einen dünnen, langgestreckten, unbeborsteten Körper. Die Beine des dritten und vierten Rumpfsegments fehlen, die anderen sind abgewandelt.

Ernährung und Verhalten: Die typische Gespensterkrebs-Gestalt ermöglicht es ihnen, sich mit den Hinterbeinen am Untergrund festzuklammern und ihre langen, hakenförmigen Vorderbeine in die Strömung zu halten, um so tierisches Plankton aus dem Wasser zu fangen.

Vorkommen: Gespensterkrebse findet man meist an Algen, auf Schwämmen und Hydropolyp-Kolonien, aber auch an Seilen oder an anderen Substraten an strömungsexponierten Stellen. Sie sind an den Küsten des Nordatlantiks und -pazifiks sowie im Arktischen Ozean verbreitet. In der Fehmarnbelt-Region kommen die beiden Arten Caprella linearis und C. septentrionalis vor. Sie unterscheiden sich unter anderem durch ihre Größe (30 vs. 20 mm) und das Fehlen bzw. Vorhandensein von Dornen entlang des Rückens. Andere heimische Gespensterkrebs-Arten sind Pariambus typicus und Phtisica marina.