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Gemeine Strandkrabbe (Carcinus maenas)

Die Strandkrabbe ist die wohl häufigste Krabbenart und der auffälligste Höhere Krebs an der Ostseeküste. Auch in der Fehmarnbelt-Region ist sie ein fester Bestandteil der Flachwasser-Fauna.

Vorkommen: Ursprünglich an der Atlantikküste Europas und Nordafrikas beheimatet, ist die Strandkrabbe durch die Wirkung des Menschen fast weltweit verbreitet worden. Sie ist ein anpassungsfähiger Allesfresser und kann als invasive Art an Orten außerhalb ihrer angestammten Heimat einen großen Einfluss auf die Zusammensetzung der einheimischen Tier- und Pflanzenwelt haben.

Kennzeichen: Strandkrabben haben die typischen äußeren Merkmale einer Krabbe. Das kalkhaltige Außenskelett bildet einen großen ovalen und seitlich mit jeweils fünf Zähnen gesägten, grünlich-braunen Panzer, der bis zu 8 cm breit sein kann. Weibchen sind generell etwas kleiner als Männchen. Als Zehnfußkrebs besitzen sie fünf Laufbeinpaare, wovon das erste jeweils eine kräftig ausgebildete Schere trägt und das letzte abgeflacht ist. Strandkrabben laufen behende seitwärts, daher ihr volkstümlicher Name Dwarslöper (Querläufer). Der Hinterleib der Krabben ist nach vorn unter die Brust geschlagen; Männchen haben eine spitz zulaufende, schmale Schwanzplatte, bei den Weibchen ist sie zum Tragen der Eier rundlich verbreitert. Alle Gliedmaßen können abgeworfen und ohne Probleme regeneriert werden.

Ernährung: Strandkrabben fressen alles, was ihnen zwischen die Scheren kommt, einschließlich Aas, Pflanzen, Würmer, Weichtiere, andere Krebstiere und Fische, und sind damit die Gesundheitspolizei des Flachwassers. Sie selbst haben aber auch eine große Anzahl von Fressfeinden wie Fische und Seevögel.

Fortpflanzung: Wie alle Krebstiere muss sich auch die Strandkrabbe während ihres Lebens mehrfach häuten, da ihr Kalkpanzer nicht mitwächst, so dass oft komplett erhaltene Skelette der Strandkrabbe gefunden werden können. In der Häutungsphase sind Krabben aufgrund ihrer neuen, weichen Haut sehr verletzlich, so dass sie sich in schützende Bereiche zurückziehen. Kurz vor der Häutung heften sich jedoch die Männchen an die Weibchen, um direkt nach ihrer Häutung das Samenpaket übertragen zu können. Nach dem Schlüpfen im tieferen, salzreicheren Wasser verbleiben die Larven 1–2 Jahre im Plankton, bevor sie als Jungkrabbe auf dem Boden leben. Strandkrabben können je nach Temperaturverhältnissen 5–10 Jahre alt werden.