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Sandgarnele (Crangon crangon)

Jeder, der an Nord- oder Ostsee schon mal ein Krabbenbrötchen gegessen oder Granat bestellt hat, weiß den Geschmack der rötlichen Krebse zu schätzen. Diese „Krabben“ stammen jedoch nicht von den rundlich geformten und mit großen Scheren versehenen eigentlichen Krabben, sondern sind die muskulösen Schwänze länglicher, bis 50 mm großer Garnelen, die Sand- oder Nordseegarnele heißen.

Kennzeichen: Innerhalb der Gruppe der Höheren Krebse gehören sowohl Garnelen als auch Krabben zu den Zehnfußkrebsen. So besitzt auch die Sandgarnele fünf Laufbeinpaare am Rumpf, zusätzlich Kieferfüße am Kopf und Schwimmbeine am Schwanz. Auffällig sind ihre langen Antennen und ihre nach oben gerichteten, gestielten Augen. Ihre Färbung passt sich dem Untergrund an. Da sie in Sandböden des Flachwassers lebt, in die sie sich blitzschnell eingraben kann, ist sie meist sandfarben und dadurch perfekt getarnt.

Ernährung und Verhalten: Die Garnele liegt besonders nachts auf der Lauer und erbeutet andere kleine Krebse, Würmer und Jungfische, knabbert aber auch an Muschelfleisch. Vögel, Fische, junge Seehunde und Fischer wiederum machen intensiv Jagd auf Garnelen.

Vorkommen: Im Wattenmeer der Nordsee kann die Sandgarnele massenhaft auftreten und ist dort Gegenstand einer bedeutenden Küstenfischerei. In der Ostsee tritt sie nur gelegentlich in größeren Mengen auf. Beim Keschern oder Schnorcheln im Flachwasser ist sie jedoch häufig anzutreffen – wenn man sie im Sand erkennt. Das Verbreitungsgebiet der Sandgarnele erstreckt sich bis in die mittlere Ostsee und über den gesamten nordostatlantischen Bereich bis ins Mittelmeer hinein.