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Quallenflohkrebs (Hyperia galba)

Kennzeichen: Dieser auffällige Flohkrebs gehört der Klasse der Höheren Krebstiere an. Charakteristisch sind seine vorgewölbten Augen, die den Großteil des Kopfes ausmachen, sowie seine kurzen Antennen. Der stark gekrümmte Körper verleiht den Quallenflohkrebsen ein fast kugeliges Aussehen. Sie sind durchsichtig-bräunlich mit winzigen dunklen Pigmentflecken. Sobald sich allerdings die im Plankton freischwimmenden Tiere an oder in Schirmquallen angeklammert haben, werden sie farblos und durchsichtig. Männchen sind bis 12, Weibchen bis 20 mm lang.

Ernährung und Verhalten: Quallenflohkrebse sind mit Schirmquallen vergesellschaftet und können bei uns regelmäßig unter dem Schirm von Ohren- und Gelben Haarquallen gefunden werden, wo sie sich von den Eiern oder der planktonischen Nahrung der Quallen ernähren. Die Art des Zusammenlebens ist noch nicht eindeutig geklärt Der Flohkrebs wird aber von vielen als Nahrungs-, wenn auch nicht als echter Parasit angesehen. Er dient unter anderem Seevögeln als Futter, die am Strand angeschwemmte Quallen untersuchen. Den Winter, wenn keine Schirmquallen zur Verfügung stehen, verbringen die Flohkrebse am Meeresboden.

Vorkommen: Der Quallenflohkrebs ist bis in die westliche Ostsee, im nordöstlichen Atlantik und im Mittelmeer beheimatet. Er kommt auch an den Küsten der im nordwestlichen Atlantik vor. Die Art bewegt sich immer auf das Licht zu und kann weite vertikale Wanderungen von bis zu 1000 m zurücklegen.