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Meerassel (Idotea spp.)

Kennzeichen: Diese in der Fehmarnbelt-Region sehr häufig anzutreffenden Krebstiere haben, wie für die Ordnung der Asseln typisch, einen abgeplatteten Körper, zwei kleine Augenflecken und sieben gleichförmige Beinpaare. Die letzten beiden Schwanzsegmente sind zusammengewachsen und bilden bei den Idotea-Meerasseln eine große Schwanzplatte. Die am häufigsten in unserer Gegend vorkommende und bis knapp 30 mm lange Dreispitzige Meerassel Idotea balthica besitzt einen Rückenkiel und drei endständige Spitzen, anhand denen die Art bestimmt werden kann. Die Schwanzplatte der selteneren und nur bis 15 mm großen Art I. chelipes hat ein eher abgerundetes Ende und weist nur eine kleine Spitze in der Mitte auf. Die Körnige Meerassel I. granulosa ähnelt stark der Dreispitzigen Meerassel, hat statt Spitzen aber Rundungen an den Seiten und eine raue Oberfläche. Die Färbung der Tiere ist sehr variabel und reicht von einfarbig grün oder braun bis weiß-gefleckt oder gestreift; sie hängt von der Nahrung der Meerasseln und ihrem Weideplatz ab, so dass sich die Tiere gut verstecken können.

Vorkommen und Ernährung: Die Dreispitzige Meerassel lebt vorwiegend im Flachwasser an den Küsten des Nordatlantiks und toleriert einen Brackwassergehalt von bis zu 3,5 PSU. Sie kommt daher fast in der gesamten Ostsee vor und ist relativ einfach beim Keschern, Schnorcheln oder Tauchen zu beobachten. Sie kann mit I. granulosa vergesellschaftet sein. I. chelipes dagegen wird häufiger in Küstengewässern und nicht so sehr an Außenküsten gefunden. Da sich die Arten vegetarisch ernähren, krallen sich die Tiere auf Seegras oder auf Algen fest und grasen dort feinen organischen Belag ab. Wenn sie gestört werden, schwimmen sie eine kurze Strecke vorwärts durch das Wasser und suchen sich schnellstmöglich ein neues Versteck.

Fortpflanzung: Die Eier werden von den Weibchen unter dem Körper in einer Bruttasche getragen, aus der dann fertig entwickelte Jungtiere schlüpfen.