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Gemeiner Seestern (Asterias rubens)

Vorkommen: Die häufigste in der Ostsee und einzige in der gesamten Fehmarnbelt-Region vorkommende Seestern-Art ist der Gemeine Seestern. Er ist auch in der Nordsee und im Nordatlantik verbreitet. Aufgrund des in Richtung Osten abnehmenden Salzgehalts der Ostsee erstreckt sich das Verbreitungsgebiet der Art nur bis nach Rügen. Seine Fortpflanzungsfähigkeit nimmt mit abfallendem Salzgehalt ab. Man findet ihn vom Flachwasser bis in Tiefen von 200 m auf sandigen, harten sowie mit Pflanzen oder Muscheln bewachsenen Böden.

Kennzeichen: Der Gemeine Seestern hat meist fünf Arme (selten kommen auch vier- oder sechs-armige Individuen vor) mit nach oben gebogenen Spitzen. Charakteristisch ist seine braunviolette Färbung und die unregelmäßig mit feinen Stacheln besetzte Oberfläche. Wie alle Seesterne besitzt die Art keine Augen, mit denen er Objekte erkennen könnte, kann aber mit den Lichtsinneszellen, die sich an seinen Armspitzen befinden, Helligkeitsunterschiede wahrnehmen. Außerdem hat er einen guten Geruchssinn, mit dem er seine Beute aufspüren und Räuber vermeiden kann.

Ernährung: Seesterne sind auf das Verspeisen von Muscheln spezialisiert: Sie haben zwar kein starkes Gebiss zum Knacken der Schalen, aber ein enormes Durchhaltevermögen und kräftige Arme, deren Saugfüßchen sich an die Muschel heften und so lange ziehen, bis sich die Schalenhälften einen Spalt weit öffnen. Dies reicht aus, um den ausgestülpten Magen des Seesterns in die Schale einzuführen und das Muschelfleisch zu verdauen. Aber auch im Boden lebende Tiere stehen auf seinem Speiseplan, bei denen er verschiedene andere Fresstechniken anwendet.

Fortpflanzung: Der Gemeine Seestern kann eine Lebensspanne von 5–10 Jahren erreichen. Die Fortpflanzung findet in den Frühlings- und Sommermonaten statt. Die freischwimmende Larve setzt sich nach drei Monaten ab. Manchmal kommen Gemeine Seesterne in hohen Dichten vor. Der Grund für diese Ansammlungen ist jedoch noch nicht bekannt.