(Amphiura filiformis)

Kennzeichen: Sieht man auf dem Weichboden senkrecht ins Wasser ragende, stachelige Fäden, könnte es sich um die Arme dieses kleinen Schlangensterns handeln. Er hat einen Scheibendurchmesser von bis zu 1 cm; seine Arme sind bis zu 10 cm lang. Der Körper ist auf der Oberseite mit feinen Schuppen bedeckt, unten ist er nackig. Er ist meist rötlich-grau gefärbt, bioluminesziert aber auch und produziert dabei ein blaues Licht.

Ernährung und Verhalten: Mit den Armen atmet er und filtriert tierisches Plankton aus der Strömung. Wenn nötig, frisst das Tier aber auch abgestorbenes Material oder Aas. Der Schlangenstern selbst steht auf dem Speiseplan von Plattfisch-Arten wie der Kliesche. Sein Körper ist zum Schutz bis zu 5 cm tief im weichen Boden eingegraben. Aus diesem Grund setzt sich der Mageninhalt von Klieschen vorrangig nur aus den Armen des Schlangensterns zusammen.

Fortpflanzung und Vorkommen: Die befruchteten Eier des Schlangensterns entwickeln sich über ein freischwimmendes Larvenstadium zum Jungtier. Als Teil des Planktons können die Larven durch die Strömung bis zu 10 km weit transportiert werden und so ihr Verbreitungsgebiet erweitern, bevor sie später am Meeresboden weniger mobil sind. Die Art ist im Nordostatlantik und seinen Randmeeren heimisch und kommt dort zwischen 5 und 200 m Wassertiefe vor. In der Ostsee ist sie bis ins Arkona-Becken zu finden.