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Glasgrundel (Aphia minuta)

Die Glasgrundel ist ein winziger Fisch, der in Schwärmen frei über dem Boden und zwischen Seegrashalmen schwimmt.

Kennzeichen: Die Glasgrundel gehört zur Familie der Grundeln, einer der artenreichsten Gruppen der Meeresfische. Mit einer Maximallänge von nur 5 cm gehört die Glasgrundel zu den kleineren Vertretern ihrer Familie. Der mit nur wenigen Pigmenten versehene Körper der Grasgrundel ist durchsichtig mit winzigen, schwarzen und rotbraunen Punkten an der Basis der Flossen und auf dem Kopf. Er ist langgestreckt und hat einen großen Kopf, die Augen sind seitlich am Kopf gelegen – im Unterschied zu bodenlebenden Grundeln, bei denen die Augen nach oben gerichtet sind, aber ganz ähnlich der Schwimmgrundel.

Ernährung und Verhalten: Glasgrundeln ernähren sich von tierischem Plankton, besonders Ruderfußkrebsen, Seepocken-Larven und Schwimmgarnelen.

Fortpflanzung: Sie pflanzen sich im Sommer fort und wandern dafür in tiefere Wasserschichten. Das Gelege wird an der Innenseite leerer Muschelschalen abgelegt. Als „Jahresfische“ (Lebensdauer ist nur ein Jahr) gehen die Elterntiere unmittelbar nach der Laichzeit zugrunde.

Vorkommen: Sie ist an den Flachküsten des Nordostatlantiks einschließlich des Mittelmeers und Schwarzen Meers und bis in die westliche Ostsee hinein in 3–50 m Tiefe zu finden, wo sie sich im Freiwasser in Schwärmen über Sand, Schlamm und Seegras aufhält.