GridviewListLogin

en | dk | de

Gewöhnlicher Hornhecht (Belone belone)

Vorkommen: Der Gewöhnliche Hornhecht ist ein langer, schlanker Fisch, der im Nordostatlantik und seinen Nebenmeeren einschließlich der westlichen Ostsee verbreitet ist. Er ist ein schwarmbildender Hochseefisch, der nach dem Ablaichen im Sommer auch in Küstennähe zieht. Wie andere Hornhecht-Arten ist er ein ausgezeichneter Schwimmer, der sich überwiegend dicht unter der Wasseroberfläche aufhält und auf der Flucht vor Feinden weit über die Wasseroberfläche hinausspringen kann. Aufgrund seiner silbrigen Färbung ist er gegen die Wasseroberfläche nur schwer auszumachen.

Kennzeichen: Der bei uns heimische Hornhecht wird 50–70 cm lang. Ein Erkennungsmerkmal ist sein mit vielen spitzen Zähnen besetzter langer Kiefer, bei dem der Unterkiefer besonders bei Jungfischen länger als der Oberkiefer ist. Seine Rücken- und Afterflossen sind weit nach hinten verschoben, was ihm, auch dank seiner gegabelten Schwanzflosse, ein pfeilartiges Aussehen gibt. Sein Rücken ist dunkelblau oder -grün, sein Bauch weißlich-gelb gefärbt, wodurch er als Oberflächenschwimmer gut getarnt ist. Seine Gräten sind, wie die der Aalmutter, vom harmlosen Farbstoff Biliverdin grün gefärbt.

Ernährung und Verhalten: Als tagaktiver Räuber ernährt sich der Hornfisch vor allem von kleineren Fischen wie Heringen, Sprotten, Sandaalen und Stichlingen. Dabei legt er auch Fresswanderungen ähnlich den der Makrelen zurück.

Fortpflanzung: Die Laichzüge der Hornhechte treffen im April und Mai in der westlichen Ostsee ein. Die 1000–35.000 Eier pro Gelege besitzen lange, klebrige Haftfäden, mit denen sie an Pflanzen und Steinen befestigt werden. Nach ca. fünf Wochen schlüpfen die Larven, die sich als Jungfische in Küstennähe aufhalten und Planktontiere fressen. Sie werden mit 45 cm und zwei Jahren geschlechtsreif.